Evangelisches Schulzentrum Hilden  

   

Aktuelle Termine  

Keine Termine
   

Mensa  

   

Kontakt  

   

Impressum  

   

Über 90 Musiker haben vom 5. Februar 2017 bis zum 10.Februar in Cochem wieder die Köpfe in den Probenräumen der Jugendherberge zusammengesteckt und ein interessantes Konzertprogramm vorbereitet und dieses dann dreimal öffentlich aufgeführt:
Das Motto lautete diesmal „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ und umfasste damit u.a. musikalische Sonnenaufgänge, einen Weckruf, eine Mittagsmusik und z.B. ein Evening prayer. Aktuelle Bezüge waren damit auch musikalisch immer wieder herstellbar, weil die Stücke von der Barockzeit bis in die Gegenwart reichten, das jüngste Stück war sogar eine Welturaufführung eines Schülers aus Aachen.

Musik ist aber für die jungen Menschen nicht nur Kopfsache, sondern Herz und vor allem fleißige Hände (Streicher) und Lippen (Bläser) waren gefragt, die Probenarbeit ging oft über mehrere Stunden, und mehr als einmal hieß es trotzdem: „Da capo bitte, da stimmt noch etwas nicht ganz.“ Die 6 Musiklehrer(innen) und die 15 Schüler(innen) aus Hilden hatten z.T. zum ersten Mal in ihrem Leben die Gelegenheit, in einem richtig großen Chor und einem ansehnlichen Orchester aus 37 Musikern mitzuwirken, eine Erfahrung, die mehr als einmal ein Gänsehautfeeling verursachte, vor allem dann, wenn Chor und Orchester nach Tagen der Einzelproben endlich zusammenkamen. Schon über 20 Jahre fahren jetzt die besten Musiker(innen) der acht evangelischen Schulen der Ev. Kirche im Rheinland auf einwöchige Orchesterfahrt, in Cochem selbst gab es am Donnerstag ein erstes Konzert und am Freitag dann folgten morgens Herchen und abends Bonn-Bad Godesberg. Dass die Stimmung eine Woche hervorragend war, konnten die Schüler(innen) sehr anschaulich in den Konzerten vermitteln, die Spielfreude und die Freude am gemeinsam Erreichten übertrug sich unmittelbar auf das Publikum, so dass besonders in den letzten beiden Konzerten mit Sicherheit neue Mitspielerinnen für das kommende Jahr geworben werden konnten. (DaCapo 2018 - Bitte notieren: 28.1.-3.2.2018).


Das Schlüsselwerk der Woche war sicher das großartige „Te Deum“ von J.Rutter, aber genauso wichtig sind die kleiner besetzten Werke, in denen unsere Solisten und ein genialer Gast mit dem Chor als Saxofonist glänzen konnten. Hier war beeindruckend zu sehen, wie alle Mitwirkenden jeden Tag hörbar besser wurden, nur selten kann man in Lernprozessen so schnelle und hörbare Fortschritte beobachten, wie nach einer Woche intensiver Arbeit am jeweiligen Instrument bzw. am Instrument Stimme: Der Da Capo Chorklang wird dabei von Jahr zu Jahr intensiver und man kann hier inzwischen durchaus von einem eigenen „Da Capo Sound“ sprechen. Darüber hinaus konnte man aber noch viel mehr lernen!
Was bedeutet es, plötzlich Konzertmeisterin in einem Orchester zu sein, wie geht man mit der neuen Verantwortung und den fragenden Blicken der Mitspieler um, wie integriere ich meine Fähigkeiten in das gesamte Ensemble, wie können wir eine Einheit werden, die das Gleiche fühlt, gleich atmet und die gleichen Gefühle an das Publikum weitergeben kann???

All dieses sind da-capo Schlüsselqualifikationen, die jede(r) nach einer Woche erworben hat: Teamarbeit, Verantwortung und Gemeinschaftssinn, Fleiß und Genauigkeit, kontrollierte Extase und disziplinierte Spielfreude, Achten auf den anderen, Hören auf den Anderen, sich (musikalische) Bälle hin- und herwerfen, kommunizieren. All das sind Fähigkeiten, die man sehr gut in den Alltag und später in das Berufsleben integrieren kann, insofern ist die Da Capo Woche eine wahre Schule fürs Leben. Es ist ideale Bildung. Eine Woche lang (inclusive Vorprobentag) wurde mit Herz und Hand und viel Köpfchen musiziert, dafür ein großes Lob den Mitwirkenden, die die Da Capo Woche jedes Jahr als eine sehr tiefe, lange nachwirkende Zeit in ihrem Leben erfahren. Bitte noch viele Da Capos in den nächsten Jahren. (wag)

   
© Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium